CDU Fellbach

Heftige Kritik der Jungen Union an Kultusministerin und Bildungschaos

Pressemitteilung PM der JU 02 / 2012

Pressemitteilung PM 02 / 2012 – Junge Union warnt: Bildungschaos bis zur Abschaffung der Noten!

 

Die Junge Union Fellbach lehnt die Zerstörung unseres differenzierten Schulsystems in Baden-Württemberg durch die Landesregierung von vorne bis hinten ab und warnt vor der Abschaffung der Noten!

 

Nach der Änderung des Schulgesetzes im vergangenen Monat hat die grün-rote Landesregierung nun auch die letzte Hürde genommen, um ihre völlig sinnlosen Pläne von der Einführung von Gemeinschaftsschulen im Land in die Tat umzusetzen. Die 34 ausgewählten Standorte sind taktisches Kalkül. „Für die Standortauswahl ihrer ideologisch motivierten Gemeinschaftsschule hat sich das Kultusministerium vor allem auf den ländlichen Raum konzentriert, wo Haupt- und Realschulen vor dem Aus stehen, um so den Schulretter zu geben. Doch alle vom Ministerium stets wiederholten Argumente für die neue Schulform sind hinreichend widerlegt worden“, sagt Stefan Hämmerle, der Vorsitzende der JU Fellbach. Die erhoffte Entkoppelung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft wird mit Gemeinschaftsschulen nicht erfolgen, dafür ist das bestehende differenzierte Bildungssystem besser geeignet.

„Tatsächlich wird es einen massiven Konkurrenzkampf zwischen den Schularten geben, wobei die Existenz von Realschulen und Gymnasien besonders gefährdet ist. Die Landesregierung spielt mit offenen Karten, was man daran erkennen kann, dass sie den Klassenteiler nur für die Gemeinschaftsschule senken wird, während die anderen Schulformen leer ausgehen“, so Stefan Hämmerle.

Von Qualität kann bei der „Grün-Rot-Schule“ sowieso nicht die Rede sein. Schüler, die nach der 10. Klasse Gemeinschaftsschule aufs Gymnasium wechseln, müssen dort die 10. Klasse wiederholen. „Dies zeigt, dass die Landesregierung von ihrem eigenen Konzept nicht überzeugt ist. Ministerin Warminski-Leitheußer ist überfordert und versenkt nicht nur ihre Behörde im Chaos, sondern leider auch das ganze Land“, sagt Pressesprecher Fabian Zahlecker.

Für die Junge Union ist nicht nachzuvollziehen, warum ein erfolgreiches Bildungsmodell umgekrempelt wird. Hinzu kommen die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums und die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9. Ebenfalls ist bemerkenswert, dass gerade Gymnasien mit Personal- und Geldnot ein "zweigleisiges System" (also zwei Züge: G 8 und G 9) anbieten werden, um  Vergünstigungen bzw. Vorzüge in Sachen Personalpolitik, also mehr Lehrer sowie eine Finanzspritze des Landes, zu erhalten. Wieder werden diese Schulen im Vergleich zu anderen, in diesem Fall Gymnasien, bevorzugt. "Daran sieht man eindeutig, dass die Landesregierung Schulen, die ihre "Bildungsideologie" durchführen, eindeutig besser behandelt werden als andere Schulen, wobei doch Grün-Rot angeblich für mehr Transparenz, Fairness und Gerechtigkeit steht", führt Stefan Hämmerle aus. „Viele Wege führen nach Rom. Bei der Bildung sollte es schon eine gerade Linie geben“, erklärt Fabian Zahlecker.

 

Nach der Abschaffung der Grundschulempfehlung und den anschließenden Abenteuern der Regierung sieht die JU Fellbach nun auch Gefahr für die Notengebung. Verbindlichkeit verliert an Bedeutung, Gradmesser und Zielvorgaben werden aufgeweicht. Der erste Schritt in diese Richtung war benannte Abschaffung der Grundschulempfehlung. Ferner sollen die Schüler der Gemeinschaftsschule keinen klassischen Lehrer mehr zur Seite haben, sondern einen „Lernbegleiter“ für die vom Schüler selbst gesteckten Ziele. Doch damit nicht genug. „Grün-Rot will die Versetzung bzw. Nichtversetzung einfach aus dem Schulalltag entfernen. Das ist inakzeptabel, doch es offenbart das langfristige Ziel: Das Ende der Notengebung! Man muss sich wirklich fragen, wem die Landesregierung damit helfen möchte, schließlich sind die Noten ein Gradmesser für die erbrachte Leistung und das Können eines jeden Schülers, und sowohl für jedes Unternehmen als auch für jeden Schüler zur Selbsteinschätzung ein Beweis für das Erbrachte und absolut notwendig und unerlässlich",  führt Fabian Zahlecker aus.

Im Herbst sollen die ersten Gemeinschaftsschulen an den Start gehen. „Das wird ein schwarzer Montag für Baden-Württemberg“, meint Stefan Hämmerle.

 

Stefan Hämmerle, Fabian Zahlecker und der gesamte Vorstand der JU Fellbach